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FC feiert 14. (!!) Sieg in Folge

Samstag, 24. Oktober 2026 · 14:00 UhrBZL Oberbayern Süd, 15. Spieltag

Spielbericht vom 26. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der FC Penzberg schlägt MTV München 4:0, obwohl der Rasen kaum Kombinationen zulässt. Trainer Franz sah nur den Torwart über 90 Minuten fehlerfrei.

    Die beiden besten Torjäger der Bezirksliga Süd trafen aufeinander. Nur Tore schossen sie keine. Dominik Bacher und Alexander Kaltner, die beiden Führenden der Schützenliste, blieben in München auffallend im Hintergrund. Kaltner vom Gastgeber MTV kam nicht einmal zu einem Torabschluss. Wie Bacher verteilte er stattdessen im Mittelfeld die langen Bälle. Vier Treffer fielen trotzdem. Alle für Penzberg. Die beiden großen Torjäger mussten mit ansehen, wie andere ihre Arbeit erledigten.

    Aber auch das zeichnet diesen Spitzenreiter aus. Denn seinen gewohnten Fußball hatte der FCP schon nach wenigen Minuten eingepackt. Der holprige Rasen ließ kaum Kombinationen zu. „Wir haben uns schwergetan, Fußball zu spielen“, sagt Trainer Johannes Franz. Also verlegte sich Penzberg auf lange Bälle. Hinter die Abwehr, in Berweins Lauf, auf Bachers Kopf oder Fuß zum Ablegen – drei Wege, den Untergrund zu umgehen. Auch der MTV suchte die Höhe, sammelte zweite Bälle, provozierte Standards. „Kein einfaches Spiel“, urteilte Franz. Das 4:0 (2:0) täuscht.

    Nach neun Minuten führte Penzberg zwar 2:0. Beim 1:0 blieb Penzberg nach einer Großchance von Samir Neziri im Gegenpressing dran, ehe eine Flanke von rechts zu Sinan Grgic durchrutschte (4.). Dann zeigte Maximilian Berwein, dass er nicht nur Wucht und Tempo besitzt, sondern auch einen bemerkenswert feinen Fuß. Seine Ecke flog mit sanfter Hilfe des Winds direkt ins Tor (9.). Bereits sein zweiter solcher Treffer in dieser Saison. Hannes Franz blieb dennoch wachsam. „Ein Anschlusstor, und es wird schwer“, wusste er. Denn die Münchner kannten ihren Herbstrasen besser. Nach Ballgewinnen waren sie giftig, Anfang der zweiten Halbzeit tauchten sie häufiger am Penzberger Strafraum auf. Immer wieder mussten die Gäste aufräumen. Einmal rettete FC-Torhüter Benedikt Zeisel mit einer starken Parade. „Wir haben den Bene gebraucht“, sagt der Coach. Mehr noch: Als Einzigen seiner Elf sah er den Torwart über 90 Minuten ohne Fehler. Ausstrahlung, lange Bälle im richtigen Moment – der Mann mit den Handschuhen gab Penzbergs ungewohntem Spiel Sicherheit.

    Und die Torjäger? Marco Hiry, Fazlican Verep und ihre Nebenleute ließen Kaltner nicht zur Entfaltung kommen. Vorn fehlten Bacher die gewohnten Zuspiele über die Flügel. Die Tormaschinen mussten dieses Mal andere arbeiten lassen. Nach 20 unruhigen Minuten gewann Penzberg wieder die Oberhand, ließ zunächst noch Chancen liegen. Berwein traf den Pfosten, dann legte er für Neziri auf. Dessen Abschluss drückte Denis Grgic sicherheitshalber über die Linie (68.). Zwei Minuten später verwertete der eingewechselte Angreifer einen Abpraller nach Berweins Schuss. 4:0, ohne dass sich Bacher in die Torschützenliste hatte eintragen müssen.

    14 Siege aus 15 Spielen, 42 Punkte: Die Hinrundenbilanz spricht für sich. Die einzige Niederlage gab es am zweiten Spieltag, unter ähnlich schwierigen Bedingungen. Damals fehlte noch die Festigkeit, so Franz. Vielleicht war es der nötige Weckruf. In München zeigte sich, wie viel seitdem gewachsen ist. Der Platz nahm Penzberg seinen schönen Fußball. Den Sieg ließ sich die Mannschaft nicht nehmen.