FC deklassiert Garmisch auswärts im Derby mit 7:2

Spielbericht vom 28. September 2026
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Der FC Penzberg besiegt den 1.FC Garmisch-Partenkirchen klar mit 7:2 – und Stürmer Dominik Bacher erzielt sein 100. Tor für den Verein.
Die Vorgehensweise war eindrucksvoll. Im Derby beim 1.FC Garmisch-Partenkirchen bestätigt der FC Penzberg durch einen imposanten Auftritt die Zweiklassengesellschaft innerhalb der Bezirksliga Süd. Beim 7:2-Erfolg im Stadion am Gröben ließ die Elf von Trainer Hannes Franz ihre Gegenspieler wie unreife Sparringspartner aussehen.
Doch war der feudale Abend unterhalb des malerischen Wettersteingebirges aus einem weiteren Grund bemerkenswert. Es könnte gut sein, dass es in Penzberg beim Schunkelklassiker fortan nicht mehr „40 Jahre die Flippers“ heißt, sondern „100 Mal Domi Bacher“. Als der 24-Jährige nach acht Spielminuten auf 2:0 pro FCP stellte, lupfte er sein grünes Leiberl bis auf Gesichtshöhe. Darunter trug der Sindelsdorfer ein T-Shirt mit dem Wappen des FC und der Aufschrift „100 Tore“.
Dominik Bacher erzielte 19 Tore in nur elf Partien
Ein majestätischer Wert, der sich gleichwohl schnell selbst überholte. Denn Dominik Bacher traf an diesem Abend satte viermal ins Schwarze und hält aktuell in dieser Saison bei 19 Treffern aus elf Partien.
Bachers Treffsicherheit wird die Kernursache sein, sollten die Penzberger am Ende dieser Spielzeit in den Fahrstuhl nach oben steigen. Indessen drohte der Heimelf die Kernschmelze. Völlig überfordert und fern einer wehrhaften Einstellung, ließen sich die Garmisch-Partenkirchner vom ersten Angriff an überrumpeln und alsbald demütigen. In der Marktgemeinde wird der Lift ausschließlich abwärtsfahren, sollte diese Art von Abwehr-Anarchie so weitergehen. Das kann den Penzbergern einerlei sein. Sie erwarten am kommenden Samstag im Nonnenwald den TSV Moorenweis zum Gipfeltreffen.
Penzberg feiert Kantersieg beim Neun-Tore-Spektakel
Die Chronologie dieser Partie im Detail zu bemühen, würde den gebotenen Rahmen sprengen. Außer Bachers Viererpackl, zu den Treffern gehörte ein feiner Freistoß in den kurzen Torwinkel, trafen Sandro Porta sowie – jeweils vom Elfmeterpunkt – Maximilian Berwein und Vendim Sinani. Trainer Franz zeigte sich einerseits verwundert über den Spielverlauf, weil er „eigentlich einen anderen Derbycharakter und mehr Fight erwartet“ habe. Seine Einschätzung lautete zudem, es sei in der ersten halben Stunde „leichter als erwartet“ gewesen. Der FC Penzberg ist an einem Punkt angelangt, wo kritische Einwürfe kaum mehr verfangen. So wies Franz darauf hin, dass das plötzliche Zurückschalten „nicht in unserem Sinne“ gewesen sei. Doch ärgern einen ehrgeizigen Coach zwei Gegentreffer der Marke „überflüssig“ nunmal.
Garmisch-Partenkirchens Philipp Solleder durfte nach einem Wackler von Keeper Simon Voß zum 1:5 abstauben. Kurz vor Ende gelang Reservespieler Marc Breuer ein weiterer erfolgreicher Vorstoß. Franz rügte, dass man mit „wenig Tempo und Zug zum Tor“ agiert habe. „Unterm Strich“ könne man dennoch zufrieden sein und zuversichtlich auf „das Top-Spiel nächste Woche“ blicken.


