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FC verliert beim SV München West

Sonntag, 2. August 2026 · 13:30 UhrBZL Oberbayern Süd, 2. Spieltag

Spielbericht vom 12. August 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Viel Potenzial, aber zu wenig Siegeswille: Die Aufstiegsambitionen des FC Penzberg erhielten im Gastspiel beim SV München West einen gehörigen Dämpfer.

    Foto und Text Rabuser

    Wenige Momente nach Spielende öffnete sich nahe der Eckfahne eine Bewässerungsluke, um mit Hingabe einen von zwei Kunstrasenplätzen an der Siegenburger Straße zu benetzen. Einen solchen Eifer hatte das Gästeteam die 95 Minuten zuvor weitgehend vermissen lassen. Für die Entourage des FC Penzberg war die Berieselung fraglos eine willkommene Erfrischung. Als Sinnbild für die Begegnung bei Aufsteiger SV München West blieb aber der Eindruck der begossenen Pudel haften, von der sich auch ein völlig konsternierter FC-Trainer Johannes Franz nicht ausgrenzte.

    Teile der Mannschaft nehmen das Ganze noch zu locker

    Der ambitionierte FCP unterlag dem Liganeuling aus Sendling mit 2:3 (2:2), weil er zwar Eifer zeigte, den absoluten Willen zum Sieg jedoch vermissen ließ. Den entscheidenden Schritt, den Tiefenlauf, den Zweikampf mehr als nötig zu machen, so wie es für einen erfolgreichen Ausgang erforderlich gewesen wäre, waren die Gäste aus der ehemaligen Bergwerkstadt jedoch nicht bereit zu gehen. Franz wusste bei seinem Wechsel nach Penzberg freilich, worauf er sich einlässt. Am gestrigen Sonntag kurz vor 15.30 Uhr aber wurde es ihm unmittelbar vor Augen gehalten. „Viele nehmen das Ganze einfach zu locker“, bemängelte der 31-Jährige das Gebaren von Teilen seiner Elf.

    Anders als in Raisting, wo dem geringeren Talent Einsatz und bedingungslose Kampfeslust entgegengesetzt werden, hat es der FC mal wieder auf die lockere, die Wird-schon-hinhauen-Methode probiert. Damit wird Franz auf Dauer wenig anfangen können. Auf die Nachfrage, ob es vielleicht ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen sei, entgegnete er mit hörbar durchklingender Enttäuschung: „Wird man sehen.“

    Alle drei Gegentore fängt sich der FC Penzberg nach Standards ein

    Drei Gegentore nach Standards fing sich der Aufstiegsaspirant beim Neuling ein. Weil er bei einem Eckball und zwei Einwürfen schlicht keine erkennbare Freude am seriösen Verteidigen zeigte. „Da fehlt es an Absicherung und Überzeugung in den direkten Duellen“, bemängelte Franz. Die Quittung: Nach einer halben Stunde lief seine Elf einem 0:2-Rückstand hinterher. Wie es denn funktionieren könnte, bewies das Ensemble vom Nonnenwald kurz vor der Pause. Nach unfreiwilligem Handspiel nagelte Maximilian Berwein die Kugel bei einem Freistoß aus 18 Metern staubtrocken in die Maschen – 1:2 (39.). Berweins Beteiligung am Ausgleich war die Hereingabe auf den Kopf von Dominik Bacher, der vom Fünfer gekonnt per Kniefall einschädelte (41.). Sogar das 3:2 vor der Pause wäre noch möglich gewesen. Doch da war Bacher zu perplex nach einem Patzer des SV-Schlussmanns. In dieser Phase attestierte der Coach seinen Mannen eine „überragende Mentalität.“

    Samir Neziri vergibt Chance zum 3:3-Ausgleich fahrlässig

    Doch das Einschwören, zwingend so weitermachen zu wollen, entpuppte sich als laues Lippenbekenntnis. Penzberg zwar lange Zeit überlegen, aber ohne letzte Konsequenz in seinem Vortrag. Der völlig freistehende Samir Neziri vergab nach einer Hereingabe des agilen Fatih Kocyigit fahrlässig. Berwein übertrieb es bisweilen bei Einzelaktionen. Patrick Ochsenkopf musste zusehen, wie sein Kopfball auf der Querlatte landete. Schon zur Trinkpause beschlich Franz das Gefühl, dass „wir ein drittes Gegentor brauchen, bis wir wieder aufwachen“. Besagter Treffer fiel dann zwar kurz vor Schluss (85.), die Replik seitens des FC aber blieb zum Unmut des Trainers aus. „Es kann nicht sein, dass wir immer Schockmomente brauchen“, kommentierte Franz das Geschehen von Sendling.