Der FC Penzberg siegt zu Hause knapp mit 1:0 gegen den VfL Denklingen. Die Gäste aus dem Lechrain brachten es zu keinem einzigen nennenswerten Torabschluss.
Bild und Text: Rabuser
Das Toreschießen ist für Samir Neziri wohl mit das Schönste im Leben. Meistens dreht der 24-Jährige nach erfolgreichem Vollzug ab, um in eigenwillige Jubel-Posen zu verfallen. So auch am vergangenen Samstag. Da gelang dem Penzberger der späte Treffer zum 1:0-Sieg gegen den VfL Denklingen. Ehe die Mitspieler bei ihm zum Abklatschen eintrafen, konnte sich Neziri ein Lachen nur schwer verkneifen. Dabei wusste er freilich, dass sein Treffer zu einem gewissen Anteil einem Einfädler zu verdanken war. War es doch Ugurkan Verep, der sich den Ball an der Kreuzung von Mittel- und Seitenlinie geschnappt, sich schnurstracks auf den Weg gemacht hatte und dabei auch nicht von einem unfairen Hinderungsversuch beirren ließ, ehe er den Flugball hinüber zu Neziri schlug. Und der stand da tatsächlich unbewacht. Allenfalls ein Restschatten hätte vielleicht auf einen Gegenspieler hindeuten können. Doch solche Lichtspiele ließ das triste Regenwetter am Samstag erst gar nicht zu.
Für den VfL war die Niederlage ein herber Dämpfer im Bezirksliga-Abstiegskampf – performten die Hausherren doch lange Zeit unter ihren Möglichkeiten. „Es war eine Unachtsamkeit von uns“, bedauert Coach Christoph Schmitt den späten Nackenschlag. Verdient war er allemal. Hatten die Penzberger doch etwa acht gute Möglichkeiten – und damit acht mehr als die Gäste. Es war jetzt nicht so, dass die Lechrainer ohne Auftrag beim FC aufgeschlagen waren. Nur für einen Torschuss reichte es nicht. Dabei hielt Schmitt seine Elf offensiv beileibe nicht für ungefährlich. Doch mangelte es gleichermaßen am flinken Umschaltspiel und an der Präzision bei Zuspielen. „Es waren halt immer Fußspitzen, die gefehlt haben.“ Oftmals eher ganze Füße.
Allerdings warteten die Gastgeber vor der Pause auch nicht gerade mit einem Feuerwerk an Vorstößen auf. Max Bauer war mit vielem grundsätzlich einverstanden, das sein Team auf dem Platz zeigte. Das Kreativspiel nickte er aber nur bis zu einem gewissen Punkt ab. „Das ist bei uns das letzte Drittel“, hat der FC-Coach die Problemzone ausgemacht. Einmal tauchte Verep in diesem Bereich auf, aber Manuel Seifert baute sich derart massiv vor ihm auf, als wäre der VfL-Keeper ein Dreifaches des Penzbergers.
FC nach Seitenwechsel überlegen
Nach Seitenwechsel arbeitete der FC sukzessive auf den erlösenden Treffer hin. Murat Ersoy drückte Vereps Flanke rechts vorbei. Dann versuchte es der „Urki“, wie sie ihn nennen, selbst. Zweimal Vollspann binnen zwei Sekunden, gefolgt von Julius Popps Distanzschüssen, die Seifert Höchstleistungen abnötigten. Dazwischen wäre Simon Ried der FC-Defensive fast einmal enteilt. Aber Alex Jobst und Schlussmann Benedikt Zeisel erwiesen sich als Könner in der Abfangjagd. Eine Zeitstrafe für Elias Greinacher ließ die Siegchancen des VfL letztlich zusammenschmelzen. Und so durften Verep in einem seiner besten Spiele für den FC, aber auch der „Posen“-Samir spät, aber gemeinsam jubeln.