Penzberg schießt Ohlstadt ab

Der FC Penzberg lässt Aufsteiger Ohlstadt nicht den Hauch einer Chance
Spielbericht vom 12. August 2025
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Sein erstes Heimspiel nach 17 Jahren Bezirksliga-Abstinenz hatte sich der SV Ohlstadt sicherlich anders vorgestellt. Doch dafür hätte der Gegner vermutlich ein anderer als der FC Penzberg sein müssen. Die Kicker aus dem Heimgartendorf mussten schließlich eine empfindliche 0:5 (0:1)-Niederlage einstecken. Doch die große Anzahl an Spielern, die der Aufsteiger ersetzen musste, war letztendlich doch nicht zu kompensieren. „Aber Penzberg hat es auch echt gut gespielt“, gab Ohlstadts Co-Trainer Rudi Schedler, der personalbedingt diesmal sogar wieder selber auflaufen musste, offen zu. „Sie haben die Räume sehr eng gemacht und uns so auch zu Fehlern gezwungen. Und die wurden halt auch gnadenlos bestraft.“
Penzberg von Anfang an überlegen
Schon nach fünf Minuten brannte es lichterloh vor dem Gehäuse der Gastgeber. Marco Hiry kam auf Höhe der Strafraumlinie in zentraler Position zum Abschluss, doch SVO-Keeper Jonas Fuhrmann parierte. Er gestattete Hiry aber noch einen zweiten Versuch, doch auch den wusste der Schlussmann zu entschärfen. Schuss Nummer drei ging dann über den Kasten. Mitte der ersten Hälfte war es dann aber so weit. Die Platzherren versäumten es, eine Situation vernünftig zu klären. Beim Versuch, das Ganze spielerisch zu lösen, ging der Ball verloren. Und noch ehe die Zuordnung wieder stimmte, war die Flanke der Penzberger schon nach innen gezirkelt, wo sich Franz Fischer nach oben schraubte und den Ball präzise einköpfte – 1:0 (19.)
Kurz darauf gab es aufgrund der hohen Temperaturen eine Trinkpause. Als die Partie wieder fortgesetzt wurde, ließen die Penzberger die Platzherren besser in die Partie kommen, sehr zum Ärger von Trainer Maximilian Bauer. „Da haben wir das Spiel völlig unnötig ein wenig aus der Hand gegeben“, schimpfte er nach dem Schlusspfiff. „Das hätte nicht sein müssen, denn von Ohlstadt kam letztendlich zu wenig. Aber das ist natürlich auch Jammern auf hohem Niveau.“ Seine Mannschaft hat immerhin sieben Punkte aus den ersten drei Begegnungen geholt. „Das ist schon in Ordnung“, so Bauer.
Neziri sorgt für die Vorentscheidung
Die ersten Möglichkeiten nach Wiederbeginn hatten ebenfalls die Gastgeber. Simon Nutzinger bediente Jakob Steffl mit einem schönen Diagonalball. Die folgende Flanke konnten die Penzberger gerade klären. Nach der folgenden Ecke kam Nutzinger zum Schuss, aber FC-Torhüter Benedikt Zeisel brachte gerade noch die Fäuste nach oben und wehrte ab. Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Tahir Dalgin eine sichere Beute des SVO-Keepers Fuhrmann.
Drei Minuten später bewies Fischer wieder einmal seinen Riecher, als er in eine etwas zu kurze Rückgabe Zachs zu Fuhrmann noch vor dem Keeper an den Ball kam. Er lupfte die Kugel über Ohlstadts Schlussmann, der mitgelaufene Samir Neziri musste nur noch den Kopf hinhalten und den Ball aus wenigen Zentimetern hinter die Linie befördern – 2:0 (49.). „Die Vorentscheidung“, wie SVO-Coach Schedler hinterher zugab. „Aber wir wollten nochmal alles versuchen und haben Zach nach vorn geschickt. Ein Schachzug, der leider in die Hose ging.“
Denn fortan fehlte der Fixpunkt in Ohlstadts Defensive, was die Penzberger gnadenlos ausnutzten. Im Stil einer erfahrenen Bezirksliga-Mannschaft legten sie noch drei Treffer nach. Der eingewechselte Dominik Bacher mit einem Flachschuss (72.), der ebenfalls von der Bank gekommene Sinan Grgic per Kopfball (75.) und mit dem Schlusspfiff noch einmal Bacher mit einem direkt verwandelten Freistoß. „Keine Frage“, urteilte Bauer, „ein absolut verdienter Sieg für mein Team.“ Rundherum zufrieden war der FC-Coach aber nicht. „Dafür haben wir es versäumt, konsequent durchzuziehen.“
Quelle: Andreas Kögl