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Lockerer Auftaktsieg gegen überforderten Gegner

Samstag, 25. Juli 2026 · 15:00 UhrBZL Oberbayern Süd, 1. Spieltag

Spielbericht vom 12. August 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der 1. FC Penzberg ist mit einem Kantersieg in die Bezirksliga gestartet. Neuzugang Maximilian Berwein erzielte zwei Tore, Torjäger Dominik Bacher gelang ein lupenreiner Hattrick.

    Fotot und Text: Mayr

    Es wurde getanzt, getrunken – und gemahnt. Bei all der Freude über die Einstiegsgala wollte doch niemand die Realität verkennen. Der 7:0 (2:0)-Erfolg über den Landesliga-Absteiger glitzerte nur so lange recht prächtig, bis man sich die Mühe machte und die Spieler, die da beim SVN München aufliefen, näher zu durchleuchten. Einige Kenner taten dies schon zur Halbzeitpause im Penzberger Stadion und winkten ab. Beinahe alle Kicker hatten die vorherigen Jahre in Ligen verbracht, die sich ziemlich weit weg befinden von der Bezirksliga. Bis hinunter in die B-Klasse reichten die Wurzeln des neuen Kaders. „Bei denen ist viel passiert“, notierte Johannes Franz, Trainer des FCP. Meistertrainer Dennis Magro verabschiedete sich vorigen Sommer nach drei Spieltagen und seither kennt der Klub aus dem Münchner Westen nur eine Richtung: abwärts.

    FC Penzberg hätte gegen SVN München auch 12:0 oder 13:0 gewinnen können

    Das Konstrukt an Übriggebliebenen aus der Zweiten und neuen Leuten aus dem Kreisfußball traf freilich auf den undankbarsten Gegner. Der aufgerüstete 1. FC Penzberg deutete bereits an, wozu sein Offensiv-Arsenal an guten Tagen fähig ist. Mit Leichtigkeit kam er zu einer Flut an Chancen, vergab eine Vielzahl aber leichtsinnig. 10:0? Vielleicht gar 12:0 oder 13:0? All das lag im Bereich des Möglichen, wenn die Offensiv-Sparte – Dominik Bacher und Maximilian Berwein mal ausgeklammert – ein wenig sorgsamer mit ihren Möglichkeiten umgegangen wäre. „Ein Hauch von Hektik“, wie der Coach sagte, kam nur einmal kurz auf, weil das verflixte erste Tor einfach nicht fallen wollte. Maximilian Berwein beruhigte die Gemüter, traf zum 1:0 und löste den Pfropfen. „Ein runder, guter Auftakt, aber nicht der Gegner, mit dem wir uns messen wollen“, stellte Franz schleunigst klar angesichts von Ballbesitz-Anteilen von 80 bis 90 Prozent.

     

    Nein, Penzberg beantwortete an diesem Tag keine Fragen. Dass diese veranlagten Kicker an sonnigen Tagen gierig und spielfreudig sind, ist nichts Neues. Genauso weiß jeder um die Künste von Bacher, Berwein und Co. Aber ob diese Mannschaft tatsächlich in der Liga ist, den entscheidenden Entwicklungsschritt zu vollziehen und endlich eine permanente Ernsthaftigkeit einziehen zu lassen, wird sich an anderen Tagen offenbaren. So wirkte der erste Auftritt der großen Namen wie ein Teaser vor der Veröffentlichung eines großen Films. Ein Best-of an schmucken Szenen, die aber wenig Aufschluss über die Qualität des ganzen Streifens geben.

    Traumeinstand für Berwein und die anderen Zugänge

    Freilich war das bezaubernd, was sie aufführten. Allein Maxi Berwein, dieser nimmermüde Tunichtgut für gegnerische Abwehrreihen, der Rollen für zwei, drei Spieler ausfüllt. Er lobt, er führt, er flankt, er schießt, er läuft, er trifft. Mit zwei Toren und einer Vorlage verließ er frühzeitig das Feld. Und was tat Berwein hinterher? Adelte seine Nebenleute, vor allem Vendim Sinani. Das kann man nur mit Sparmaßnahmen erklären, warum Landesligist Aubing so einen ziehen ließ. „Allein schon seine Aura“, schwärmte Trainer Franz. Der Mann mit der Glatze dominierte mit seinem geschulten Auge. Die wenigen kniffligen Szenen löste er gekonnt, im Angriff tranchierte er mit seinen Präzisionsflanken ein ums andere Mal die – so versuchten sie’s zumindest – allesamt hinten versammelten Münchner. Jeder von Penzbergs magischem Angriffsdreieck aus Bacher (Hattrick in den letzten zehn Minuten), Berwein und Samir Neziri (zwei Tore) kam auf seine Kosten. Bacher und Neziri führten manches flotte Tänzchen auf. Am Ende war gute Laune überall. Auch beim Coach, der aber wusste, dass diese Partie kein Maßstab war. „Es werden Gegner kommen, die das besser machen.“