Trainer stolz auf „Rasselbande“ trotz unglücklicher Niederlage

1. FC Penzberg: Schmerzhafte Pleite der „Rasselbande“ – Trainer Wagner spricht dennoch Lob aus

Penzberg nach der Niederlage im Mittelfeld der Bezirksliga

Der 1. FC Penzberg musste sich am Samstag der SpVgg 1906 Haidhausen geschlagen geben. Die Gastgeber zogen trotz 1:0-Führung den Kürzeren.

Penzberg – Die Aufgaben, die nach Spielende anfallen, sind nie sonderlich begehrt. Nach diesem Spiel aber hatten die Penzberger Fußballer noch weniger Lust, die Tore und Eckfahnen vom Platz zu verfrachten. Die Wut hatte Falten in ihre Gesichter gemeißelt. Denny Krämer, der Kapitän, hatte sich gar sein Trikot in zwei Teile gerissen. In dieser Hinsicht war Martin Wagner der Quell der Ruhe.

Nicht, dass ihn das 1:2 gegen die SpVgg Haidhausen weniger gewurmt hätte. Doch wenigstens blickte er ein paar Minuten nach dem Abpfiff ohne den Filter des Frusts auf die Partie. Der Coach sparte nicht mit Lob für seine Mannen. Am Samstag habe er eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren aufgestellt. „Dafür hat das die Rasselbande hervorragend gemacht.“

Drum Gjocaj zum Beispiel, rechter Außenverteidiger mit bislang null Bezirksliga-Erfahrung bei den Erwachsenen. „Der spielt das mit 18 zum ersten Mal“, sagt Wagner. Gjocaj lieferte ein gutes Spiel ab, auch mit offensiven Elementen, die ja vom modernen Flügelverteidiger verlangt werden. Bei seiner Auswechslung bedachten ihn die Zuschauer mit lautem Applaus. Und doch gehört erwähnt, dass das 1:1 (82.) – der Kipppunkt der Partie – über die rechte Seite der Penzberger fiel. Wobei man Gjocaj keinerlei Vorwürfe machen sollte nach so einem Auftritt.

1. FC Penzberg: Ohne Stabilisator Kurtar im Mittelfeld wurde die SpVgg immer mutiger

Sehr, sehr lange hatte der FCP die Gäste vom Tor ferngehalten. Was eine Leistung war angesichts der Aufstellung der SpVgg. Im Team standen diverse Kicker mit Erfahrung aus den Top-Amateurligen. Kapitän Toni Rauch lief früher in der Regional- und Landesliga auf, Torschütze Sebastian Bracher zählte früher zum Stammpersonal der Unterföhringer Bayernliga-Mannschaft. Bei den Penzbergern fehlten hingegen neben den Langzeitverletzten Maximilian Kalus (Knie), Marco Hiry und Fazlican Verep (privat verhindert). Mit der stabilen Defensive kaschierten die Hausherren die Personallage gut. In der eher ereignisarmen ersten Halbzeit nutzten sie einen Stellungsfehler der Haidhauser zum 1:0 über rechts. Andreas Schneeweiß schob abgezockt ein im Duell mit Torwart Michael Perkovic. „Sommerfußball“ nannte Andre Grunow, der Sportliche Leiter beim FCP, was er auf dem Feld sah.

Auch nach dem Wechsel veränderte sich die Partie nicht groß. Die Kontrolle verlor der FC erst mit den Auswechslungen der Mittelfeldmänner Andreas Schneeweiß (72.), der schon zur Halbzeit über Krämpfe geklagt hatte, sowie Efe Kurtar (79.). „Ich hab’ nicht mehr richtig nachlegen können“, sagt Trainer Martin Wagner. Gerne hätte er das Debüt von Josef Siegert junior nach Verletzungspause noch eine Woche hinausgezögert. Letztlich war der Wechsel alternativlos. Ohne Kurtar, dem Stabilisator im Zentrum, marschierte die SpVgg mutiger nach vorne. Nach dem Ausgleich fiel das Siegtor nach einem Flankenwechsel beim Eckball. Coach Wagner sah ein Team, das „stehend K.o.“ war. Dennoch betont er: „Keiner braucht den Kopf hängen zu lassen. Das ist aller Ehren wert, was sie jede Woche auf den Rasen zaubern.“

Statistik

FC Penzberg 1 1906 Haidhausen 2

Tore: 1:0 (40.) Schneeweiß, 1:1 (82.) Bracher, 1:2 (88.) Korbmacher. Gelbe Karten: Penzberg 4, Haidhausen 2. Schiedsrichter: Fridolin Angerer . Zuschauer: 70.

By |2021-09-21T10:00:52+02:00September 21st, 2021|1.Mannschaft, Senioren|0 Comments

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