Spielbericht der AH des 1.FC Penzberg

Aus dem Tritt gekommen
MTV Berg/Würmsee –1.FC Penzberg 2:2
Nach dem kämpferischen starken Auftritt mit der knappen Niederlage gegen den Liga-Primus Fürstenfeldbruck, stand das Auswärtsspiel bei Berg an. Immer noch personell gebeutelt durch das Fehlen von 7 Spielern, ging man trotzdem optimistisch in der Partie, da der Gegner in diesem Jahr nicht zu den Top-Mannschaften gehört und der eigene Kader mittlerweile so groß ist, dass man trotzdem mit 15 Spielern anreiste. Von Anfang an wirkte das FC Spiel aber schwerfällig und ungenau. Sicher auch dem Umstand geschuldet, dass der Rasenplatz so groß war, dass einige der älteren Spieler kaum von einem Tor das andere gegenüber sehen konnte. Die am Montag noch lange einstudierten Eckenvarianten gingen auch komplett in die schwarze Sport-Buchse. Durch eigene Schläfrigkeit ging der eigentlich schwache Gegner nach einem langen Ball und einer Ecke mit 2:0 in Führung.
Nach dem desaströsen Auftritt legte Spielertrainer Zoran Dekic dann aber eine Halbzeitpausenansprache hin, der selbst den berüchtigten „Föhn“ von Manchester United Trainerlegende Alec Ferguson zu einem lauen Frühlingswind verkommen ließ. Punktgenau legte der Balkan-Vulkan den Finger in die Wunde der bisher so enttäuschenden Mannschaft und packte sie an ihrer Ehre. Derart in den Allerwertesten getreten ging die Mannschaft mit einem komplett anderen Gesicht in die 2. Halbzeit. Immer wieder angetrieben von dem in seiner bisherigen Karriere eher als „Griechische-Filigran-Diva“ verschrienen Foti Roumbos, der in der AH das Kämpfer-Gen anscheinend entwickelt hat, rollte nun Angriff auf Angriff auf das Tor der Heimmannschaft. So war es nur eine Frage der Zeit bis sich der Erfolg einstellte. Entscheidend dafür: Foti und Aushilfsstürmer Roberto von der 2. Mannschaft, der sich in der 2. Halbzeit dann an die Intensität der AH-Kreisliga eingestellt hatte. Flanke Foti, Rechtsschuss Roberto, 1:2; Flanke Roberto, Rechtsschuss Foti, 2:2. Danach gab es noch genügend Chancen auf den Siegtreffer, die aber der exzellente Berger Torwart vereitelte.
Dennoch waren die FCler über den erkämpften Punkt nicht unglücklich. Später in der FC-Kabine sah man den Trainer dann, auch gestärkt durch eine Pizza Motoguzzi, mit väterlich zärtlichem Blick über die Köpfe seiner Auserwählten blicken. Da ahnte er aber noch nicht was sich am Freitag in Wildenroth abspielen sollte …

 

 

 

Wildenroth/Inning –FC Penzberg 5:0
Nur 48 Stunden nach dem Spiel in Berg stand schon die nächste Auswärtspartie in Wildenroth/Inning an. Und das, obwohl die Regenerationszeit nach einem intensiven Spiel für die AH-Oldstars im Normalfall mindestens 6 Tage und 24 Stunden beträgt. Nach dem Auslaufen nach dem Spiel und erhöhte Zufuhr von Magnesium zwischen den Spielen bei den meisten Spielern nicht zum Standardvokabular gehört ging man demzufolge schwerbebeint in die neue Aufgabe. Dies wurde noch verstärkt dadurch, dass Aushilfsstürmer Roberto die Fußballtasche vor der Abfahrt abhanden gekommen war. Dies löste endlose Such- und Palaveraktionen aus und führte schlussendlich zur Quelle Penzberger Sportbedarfs: Teamsport Keilwerth. Dort waren flugs ein paar neue Fußballschuhe, Schienbeinschoner sowie ein feines Badetuch für Roberto erstanden. Zum Abschied schickte Jürgen Keilwerth noch ein paar imaginäre Golfschläge hinterher. Was er damit ausdrücken wollte blieb allerdings rätselhaft?!

 

 

Bestens gelaunt fuhr die Ausflugstruppe völlig verspätet nach Wildenroth, kam 15 Minuten vor Spielbeginn an, ermunterte den Schiedsrichter noch zum pünktlichen Beginn – und wurde nach Strich und Faden weggeledert. Das 0:1 nach 7 Minuten wurde regungslos hingenommen; das 0:2 kurz vor der Halbzeit, als zwei Spieler ungehindert alleine auf den bedauernswerten Aushilfstorwart Christian Michel zulaufen konnten, besiegelte eigentlich schon das FC-Schicksal.
Nach der Pause hatten die FC Oldies dann zwar eine recht gute Phase und auch einige Möglichkeiten, aber es fehlte die letzte Entschlossenheit, um wirklich den Anschlusstreffer zu erzielen. Nach dem 0:3 durch einen Kunstschuss des Wildenrother Mittelfeldstrategen war „der Käse dann gegessen“. Man legte sich noch ein paar Mal mit dem Gegner an, kassierte noch das 0:4 und 0:5 und rundete so den „gelungenen Abend“ ab.
Auf der nicht mehr so lustigen Heimfahrt hing jeder seinen Gedanken nach. Es wird Zeit den Negativlauf zu stoppen

By | 2015-07-05T15:08:41+00:00 Juli 5th, 2015|AH, Senioren|0 Comments

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