Zweiter Kantersieg in Folge: FC Penzberg schießt Neuhadern ab – Krämer trifft doppelt

7:2 beim FC Neuhadern

Der FC Penzberg ist in Top-Form. Nach dem 5:0 Sieg gegen Wolfratshausen ließ die Ollert-Elf am vergangenen Spieltag ein 7:2 beim FC Neuhadern folgen.

Foto: Rabuser

Penzberg – Man soll’s ja nicht zu früh verschreien. Doch der 1. FC Penzberg schickt sich gerade an, den Anschluss an die Spitzengruppe in der Bezirksliga Süd wieder herzustellen. „Schritt für Schritt nach vorn arbeiten“, nannte daher Trainer Simon Ollert als Vorgabe für die nächsten Wochen. So eng, wie die die Konkurrenten in dieser Spielklasse im Moment beisammen sind, geht es jetzt im Sommer noch gar nicht darum auszureißen – sondern einfach nur darum, nicht zurückzufallen.

Mit dem zweiten Kantersieg in Folge – vorige Woche gab’s ein 5:0 gegen den BCF Wolfratshausen – kann man damit aber auch die Beunruhigung, die manche im Umfeld umhergetragen hatten, beiseite packen. Diese Mannschaft kann kicken, und sie hat auch noch Spaß dabei. Beim starken Neuling aus Neuhadern siegte der FCP 7:2 (3:1).

Simon Ollert wusste natürlich, dass er nach dem Erfolg die Euphorie etwas regulieren musste. „Genauso will ich die Jungs sehen“, schwärmte er einerseits, betonte jedoch direkt im Anschluss, dass diese Phase der Ekstase doch Bitteschön nur einige Stunden anhalten solle. Danach werden die Speicher gelöscht. Schließlich wartet in einer Woche gleich zweimal Murnau – erst im Pokal, dann in der Liga – und damit wohl der mitunter anspruchsvollste Gegner dieser Bezirksliga.

Auf jeden Fall sieht Trainer Ollert seine Fußballer nun auf dem richtigen Weg. Das zeigte ihm bereits die Vorbereitung auf die Partie in München. Die ganze Woche habe sich die Mannschaft mental auf den kleinen Kunstrasen eingestellt. Wie die FC-Kicker die Anlage dann erblickten, sagten sie zum Coach: Ist ja gar nicht so schlimm wie erwartet. „Ich fand richtig gut, wie sie damit umgegangen sind. Sie haben die Bedingungen endlich einmal so angenommen, wie sie sind.“

Damit war die entscheidende Hürde bereits übersprungen. Was folgte, war pure Spielfreude. „Die hatten Überzeugung drin, haben nicht aufgehört, nach vorn zu spielen.“ Nach dem Ausgleich der Neuhaderner (10.) schwitzte Ollert kurz, weil Penzberg vom Kurs abkam. Doch mit dem 2:1, erzielt durch seinen älteren Bruder Tobias (32.), passte die Fließrichtung wieder. „Da ging’s richtig los.“ Trainer und Fans sahen „wunderschön kreierte Tore“. An den Spielzügen wie beim Abschluss beteiligten sich weit mehr als nur die Offensivlinie. Im Grunde könne er jeden Einzelnen hervorheben, so Simon Ollert. „Jeder war mutig, jeder wollte den Ball.“ Die Treffer erzielten neben Doppelschütze Denny Krämer und Ollert noch Franz Huber sowie die eingewechselten Denis Grgic und Durim Gjocaj, hinzu kam noch ein Eigentor des FC Neuhadern.

Besonders imponierte Coach Ollert das Teamspiel. Dazu gehörte der Auftritt der Einwechselspieler. Grgic kam nach abgelaufener Rot-Sperre genauso von der Bank auf den Platz wie Maximilian Kalus – wohl dem, der in einer Mannschaft so viel Qualität nachlegen kann. „Alle haben geliefert“, lobte der Coach. Mit ein wenig mehr Konsequenz an der einen oder anderen Stelle hätte es gar zweistellig werden können. Aber auch so überzog die ganze Penzberger Reisegruppe ein „schönes Gefühl, das gut tut“. (Andreas Mayr)

Tore: 0:1 (8.) Krämer, 1:1 (10.) Jürgens, 1:2 (28.) T. Ollert, 1:3 (43.) Krämer, 1:4 (62.) Duswald (Eigentor), 2:4 (64.) Brandl, 2:5 (80.) Grgic, 2:6 (81.) Huber, 2:7 (88.) Gjocaj. Gelbe Karten: Neuhadern 1, Penzberg 0. Schiedsrichter: Christian Böckl. Zuschauer: 70.

Aufrufe: 32022.8.2022, 07:58 Uhr