Bundesliga – FC wartet auf DFB Lizenz

FC Penzberg: Futsal-Regionalligist wartet auf DFB-Lizenz für Aufstieg

Penzberg würde dank Quotientenregelung in die Bundesliga aufsteigen

Der FC Penzberg steht vor dem Aufstieg in die Futsal-Bundesliga. Letzte Formalitäten müssen noch geklärt werden, zudem wartet man beim Regionalligisten auf die DFB-Lizenz.

Penzberg – Wer genau hinschaute, fand die Zeichen, verstreut im Internet. Bei „Mister Futsal“ etwa, einem Düsseldorfer, der nicht nur regelmäßig einen Podcast über die spezielle Variante des Hallenfußballs aufnimmt, sondern auch eine Seite im Sozialen Netzwerk „Instagram“ betreibt. Dort tauchte am Dienstag schon ein Bild mit zehn Vereinswappen und dem Titel „Futsal Bundesliga 2021/22?“ auf. Darunter auch das Emblem des 1. FC Penzberg, der sich für die neu geschaffene erste Liga bewirbt. Der Mann ist „ziemlich gut informiert“, sagt Maximilian Kalus, einer der Ingenieure des Penzberger Futsal-Projekts. Konnte ja kein Zufall sein, oder?

Quotientenregel ermöglicht dem FC Penzberg den Aufstieg in die Bundesliga

Am Mittwochabend haben sie nun den nächsten Hinweis eingesammelt, dass es mit dem Sprung in die Bundesliga (wir berichteten) tatsächlich klappen könnte. Auf einer Verbandskonferenz im Internet beschlossen die Vereine der Regionalliga Süd, die aktuelle Saison in der Regionalliga abzubrechen. Da nun der Punktequotient greift, liegt Penzberg in der Abschlusstabelle auf Rang zwei – praktisch die Einladungskarte in die Bundesliga, denn die beiden ersten Teams sollen hinaufrücken. Doch noch fällt der Jubel im FC-Lager verhalten aus. Erst wenn die DFB-Lizenz Kalus und seine Mitstreiter erreicht, dürfen sie den Aufstieg feiern. Ein bis zwei Wochen könnte das dauern, schätzen die Penzberger.

Natürlich haben sie sich gefreut nach dieser eineinhalbstündigen Live-Schalte. André Grunow, der Sportliche Leiter, sowie Kalus und Marco Hiry nahmen neben den Vertretern der acht Klubs teil, die sich im Januar für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten. Nun fragte der Verband ein weiteres Mal ab, wie viel Lust die Vereine überhaupt haben, bis spätestens 30. Juni die Spielzeit zu beenden. Ein Verein, den die Penzberger aus Fairnessgründen nicht nennen, blockte frühzeitig ab. Als Argument führte der Vertreter die Willkür des Verbands an, der sich „alles so hindreht, wie er es braucht“, da mache seine Klub nicht mit. Da es ein einstimmiges Votum gebraucht hätte, um weiter zu kicken, waren das Ende – und der Penzberger Aufstieg – praktisch besiegelt.

Maximilian Kalus: „Noch ist der Aufstieg nicht ganz fix“ – Formalitäten stehen noch aus

Womöglich hätte sich auch der FCP dagegen ausgesprochen, weniger aus Opportunismus und mehr mit Blick auf die ungleichen Verhältnisse. Während die Mannschaften aus dem Stuttgarter Raum seit drei Monaten mehrmals die Woche trainieren dürfen, unter anderem weil sie Nationalspieler im Kader haben, „sind wir im sechsmonatigen Lockdown“, betont Maximilian Kalus. „Dann sollst du in drei Wochen fit werden.“ Funktioniert aus Sicht des FCP nicht.

Womit nun das finale Bangen und Planen begonnen hat. „Noch ist der Aufstieg nicht ganz fix“, stellt Kalus klar. In der Wartezeit hat Penzberg noch formelle Dinge zu erledigen, etwa fehlt in den Dokumenten ein Brandschutz-Nachweis mit Signum der Gemeinde. Auch über die Ausrichtung der Mannschaft müssen Vorstand und Team noch sprechen. Mittlerweile ist es so weit gekommen, dass sich Spieler von außerhalb selbst anpreisen. „Uns schreiben argentinische Spieler an, das kannst du dir nicht vorstellen“, sagt Maximilian Kalus. Die Frage ist nur, ob Penzberg so ein Konzept überhaupt will. Kalus’ Meinung dazu steht: Er ist dagegen, den bewährten Kader umzuwälzen. Denn der Aufstieg, so glücklich er zustande kommen könnte mit drei Siegen in einem Winter, sei schließlich „unser Lohn“. Und den wollen sie schon selbst auskosten.

By |2021-04-28T14:16:20+02:00April 28th, 2021|1.Mannschaft, Senioren|0 Comments

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