1:1 im Ligapokal gegen Pöcking

1. FC Penzberg: Kein Schmankerl für die Fans beim Remis gegen Pöcking

Martin Wagner rotierte mächtig gegen Pöcking
Die Penzberger trennten sich in einem unspektakulären Ligapokal-Spiel gegen Pöcking mit einem 1:1. FC Penzberg-Trainer Martin Wagner erwartet mehr von seiner Mannschaft

Penzberg – In Penzberg fühlte man sich am Sonntag gut aufgehoben und vor allem nicht allein. Es war ja Kirchweihmarkt, und dort gab es neben der passenden Ausstattung für kalte Fußballnachmittage im November auch allerlei Leckereien, Crêpes, Kuchen und so weiter. Man konnte nur hoffen, dass sich die Zuschauer kräftig gestärkt hatten. Denn es wurde am Sonntag in Penzberg auch Fußball gespielt – und da servierten die Teams weniger süße Häppchen. Trainer Martin Wagner verzichtete nach dem 1:1 gegen den SC Pöcking trotzdem auf die große Schelte. Er wolle „nicht zu hart ins Gericht gehen“, auch wenn es nun wirklich einige Punkte zu besprechen gab.

1. FC Penzberg: Drei Spiele innerhalb sechs Tagen zu viel laut Wagner

Morgen, also am Dienstag, bestreitet der FC Penzberg sein drittes Spiel in sechs Tagen. Er tritt in der Bezirksliga beim MTV Berg an, und ohne zu übertreiben ist dieses Duell das womöglich wichtigste der verbleibenden vier Wochen. „Wenn wir gewinnen, sind wir voll vorn dabei“, hielt der Coach fest. Trotzdem seien drei Partien in einer Woche für den Amateurbereich schon „eine Nummer“. Er hat sämtliche Aktivitäten am Montag gestrichen. Erst am Dienstag trifft sich das Team und kickt. „Erholung ist wichtiger als Training“, betont ein Mann, dem die Einheiten mehr bedeuten als vielen anderen Kollegen. Im Training vergibt er seine freien Plätze für das Wochenende. „Bei mir steht am Anfang der Woche nicht fest, wer spielt.“

Unter diesem Aspekt kam das Ligapokalduell mit Pöcking gelegen. Der FCP-Kader umfasst 17 Spieler, die annähernd ein Niveau aufweisen. Deshalb tauschte Wagner verglichen mit dem Pokal-Knüller gegen Geretsried (3:1) gleich sechs Fußballer aus, inklusive Torwart. Der junge Murnauer Moritz Wolff fing. Er hat eine riskante Vorliebe für Kunststückchen im Kasten. „Das ist sein Problem“, sagt sein Coach. Bereits in Minute eins unterlief ihm bei einer dieser Vorführungen ein kapitaler Fehler. Allerdings kullerte der Ball nach dem Horror-Pass zum Gegner am Tor vorbei. Danach sah man die andere Seite respektive sein glitzerndes Talent bei guten Paraden und Hoheit im Luftraum. In Zukunft wolle man ihn in der Ersten unterbringen. Ihm gehe aber noch der letzte Wille ab, sagt Wagner. Das galt dann an diesem Tag für alle Penzberger.

Martin Wagner erwartete mehr von seinen Männern

Möglicherweise, das war ein Ansatz des Trainers, lag die Konfusion an den vielen Wechseln. Der Coach erwartete eigentlich, „dass wir uns gegen so einen Gegner besser durchsetzen“. Die Realität sah so aus: Pöcking setzte sich in Zweikämpfen durch und kam mehrmals vor das FCP-Tor. Dennoch führte ein einziger genialer Moment von Patriot Lajqi zu einem Elfmeter und somit zum 1:0 durch Johannes Huber für Penzberg. Darauf beschränkten sich die ansehnlichen Penzberger Szenen zumindest vor der Pause.

In der Halbzeit wechselte Wagner gleich vier Mal. Das war nicht als Denkzettel gedacht, sondern vorher abgesprochen. Maximilian Kalus in der Sturmspitze eröffnete neue Möglichkeiten, weil er in der Lage ist, auch schwierige Bälle anzunehmen und auf die Flügel zu verteilen. Doch der letzte Pass, von allen Positionen, sei „meistens zu schlampig und zu ungenau“ gewesen. Die bewährten Angriffe über außen „sind uns abgegangen“, monierte Wagner. Pöcking hingegen schloss einen Spielzug über den rechten Flügel nach einem Freistoß blitzschnell ab. Einen Penzberger Gewinner gebar das Spiel aber dann doch: Josef Sieger junior, der auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld „ziemlich stark“ agierte. ANDREAS MAYR

FC Penzberg – SC Pöcking-P. 1:1

Tore: 1:0 (25.) Huber, 1:1 (50.) Forster. Zuschauer: 150.

By |2020-10-20T16:26:41+02:00Oktober 20th, 2020|1.Mannschaft, Senioren|0 Comments

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